Segler-Club Oberspree e.V. (SCO)

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Internationales U21 Trainingslager

News: 24.05.2009
Trainingslager Hobie Cat 14 und Hobie Cat 16 Bosau am Plöner See

Yachthafen des SCO an der Unterhavel

Vor dem offiziellen Ansegeln im SCO startete meine Segelsaison bereits Anfang April. Anlass war das internationale U21 Trainingslager für Hobie Cat 14 und Hobie Cat 16 in Bosau am Plöner See. Auch wenn ich mit meinen 22 Jahren ein wenig zu alt bin, durfte ich dennoch teilnehmen. Teilgenommen haben insgesamt rund 30 Seglerinnen und Segler zwischen 13 und 22 Jahren, größtenteils aus dem nördlichen Raum, aber auch ein paar Landeier verirrten sich nach Bosau. Sogar drei Crews aus Dänemark nahmen an dem Trainingslager teil.

Am 04. April hieß es also den Cat ans Auto hängen und das Auto mit Segel- und Sportklamotten beladen. Die Autofahrt nach Bosau war eher unspektakulär. Gegen 15 Uhr erreichte ich dann das Jugendheim in Bosau, welches direkt am See liegt. Es war also ideal für uns Segler. Erste Aktion des Tages war Boote aufbauen. Hiebei lernte man gleich seine Gleichgesinnten kennen. Da alle nicht das erste mal einen Cat aufbauen, schafften wir es, die rund 25 Cats in unter 2 Stunden von den Hängern zu laden und den Mast zu stellen. Trotz des schönen Wetters ging es leider nicht aufs Wasser. Bevor es das erste Mal aufs Wasser ging, wurden alle Boote erst einmal richtig durchgetrimmt. Neben Wanten spannen ging es hier vor allem um das Spannen der Segellatten, um ordentlich Profil ins Segel zu bekommen.   Jeder Tag startete für die Teilnehmer, Betreuer und einige Trainer um 7:30 Uhr mit einer Runde Frühsport. Die Motivation dazu war leider nie wirklich groß. Dennoch ließen sich drei Gruppen von schnell bis langsam bilden, die zwischen 20 und 45 Minuten laufen waren.   Die nächsten beiden Tage hatten wir erst einmal Zeit zum freien Segeln, da viele das erste Mal in dieser Saison auf dem Wasser waren. Danach kamen dann die ersten Trainer hinzu. Sie brachten uns das Bootshandling bei, vor allem bei sehr langsamer Fahrt. So wurden wir zwei Minuten nach dem Start bereits AUF der Startlinie erwartet, wo wir dann fast 3 Minuten nahezu im Wind stehen mussten. Erschwerend kam dann noch der Kampf um den besten Startplatz hinzu. Es war auf jeden Fall sehr lustig, wie viele es pünktlich zum Startschuss schaffen im Wind zu stehen. Damit auch etwas Abwechslung ins das Training kam, segelten wir nach jeden Start dann zwei Dreieecke, in dem wir stets als erstes ankommen sollten. Die Dänen waren leider mit ihren Spis stark bevorteilt, aber dennoch blieben sie gelegentlich hinter Booten ohne Spi.   Nach weiteren drei Tagen waren die beiden Trainer verschlissen und wurden ausgetauscht. Erneut war der Start Thema Nummer eins. Allerdings ging es darum, möglichst freien Wind nach dem Start zu haben. Damit nicht 25 Boote gleichzeitig um den besten Platz kämpfen, wurde jedem Boot ein Sparringspartner zugeordnet und es wurde kleine Matchraces ausgetragen. So konnte man zum einen seinen Gegner immer im Blick haben und musste nicht auf der Startlinie noch auf 20 andere Boote aufpassen. Zwischendurch gab es dann immer Einheiten, in denen wir stundenlang Regatten segelten, immer und immer wieder. Hier zeigte sich, wer sich am längsten konzentrieren konnte.   Um auch mal das Streckensegeln zu trainieren, segelten wir einmal quer über den Plöner See auf einen Campingplatz und wurden dort von unseren Trainern zum Eis eingeladen. Das Streckensegeln war für viele der Höhepunkt des Trainingslagers. Nur hier schaffte man es, eine halbe Stunde am Stück im Doppeltrapez zu fahren. Laut GPS-System auf einem Motorboot legten wir 33 km zurück.   Die letzten beiden Tage ging es dann darum, die optimale Linie bei den Manövern um die Tonnen zu finden. Hier zeigte sich wieder, wer sein Boot am besten im Griff hatte. Anders als bei den Jollen hat der Steuermann, je nach Arbeitsteilung mit seinen Schotten, neben Großschot auch noch die Travellerschot zu bedienen und muss nebenbei natürlich noch sauber um die Tonne steuern. Aber auch Vorschoter hatten darauf zu achten, bei den Manövern nicht zu weit am Bug zu sitzen um die Drehachse des Bootes möglichst weit nach hinten zu segeln.   Am Samstag Nachmittag hieß es dann wieder Boote abbauen und auf den Hängern verstauen. Eine Tätigkeit, die jeder mit zwei tränenden Augen durchführte. Deshalb dauerte das Abbauen auch deutlich länger als das Aufbauen. Abgeschlossen wurde das Trainingslager dann mit einem großen Osterfeuer.   Insgesamt war es für mich eine sehr schöne Woche, in der ich super nette und lustige Leute kennen gelernt habe und eine Menge Erfahrung an Cat segeln gesammelt habe. Und bereits jetzt steht fest: nächstes Jahr kommen wir alle wieder!

Von: Sebastian Wallek

Kategorie: Ausbildung/ Lehrgänge